Dakar Rallye 2017 12. Etappe

Dakar Rallye 2017 12. Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien | 14. Januar|  Ziel
Furioses Finale. Dreifachsieg für Peugeot. Drei Deutsche in den Top 15.

Auch wenn die 2017 er Ausgabe der Mutter aller Marathonrallies, die kürzeste war, die es jemals gab. Auch wenn zwei entscheidende, lange, schwere Etappen abgesagt werden mussten. Auch wenn wir am Ende die Dominanz einer Marke gesehen haben. Auch wenn prozentual gesehen so viele Teilnehmer wie nie das Ziel gesehen haben; eines war diese Dakar auf jeden Fall. Spannend!

Die Würze der Dakar 2017 war der Kampf der Giganten. In diesem Fall nicht die Auseinandersetzung der Marken, sondern der konstante Kampf um jede Sekunde zwischen dem Altmeister der Dakar, Stephane Peterhansel und dem Mann, der im Vorfeld keinen Zweifel daran lies, dass bei seinem zweiten Dakar Abenteuer nur ein Sieg zählen kann, Rallyeweltmeister Sebastian Loeb.

Der Routinier gegen den Allrounder, beide auf einem überlegenen Peugeot 3008 DKR Rallye Prototypen unterwegs. Diese beiden konnten sich eigentlich nur selber schlagen. Nachdem Carlos Sainz, ebenfalls mit einem Dakarsieg ausgestattet, schon früh das Rennen durch Unfall beenden musste (wie so oft) und Cyril Despres der vierte im Bunde der Franzosen, in den entscheidenden Momenten nichts gegen die beiden Kampfhähne entgegensetzen konnte, kam es zum Showdown auf der vorletzten Etappe.

Loeb auf diesem vorletzten Teilstück klar favorisiert patzt, fährt sich einen Reifenschaden ein und muss mit ansehen, wie Peterhansel um die entscheidenden fünf Minuten davonzieht. Zuvor zog der nunmehr  dreizehnfache Dakar Sieger alle Register der psychologischen Kriegsführung, lies sich nicht verunsichern und gab Loeb auf der Stage sogar den Vortritt, um dessen Speed von hinten kontrollieren zu können. Keine 600 Meter später übertreibt es Loeb und fährt sich den Platten ein.
Peterhansel ist ein würdiger Sieger dieses Duells. Solange er fährt, wird es für die Konkurrenz schwer sein jemals die Dakar zu gewinnen!

Lange sah es so aus, als ob Toyota, in Persona Nani Roma, der Spanier den Peugeot Dampf unter dem Diesel machen könnte. Am Ende schwächelt aber auch er. Ein vierter Rang gegen diese Konkurrenz ist aber trotzdem einen Lorbeer wert. Ebenfalls auf Toyota gewinnt Dirk von Zitzewitz, Navigator beim Südafrikaner Giniel de Villiers den Zweikampf gegen das MINI Duo Terranova/Andy Schulz und landet folgerichtig in den Top 5. Schulz navigiert seinen heißblütigen, argentinischen  Fahrer mit bajuwarischer Ruhe auf P 6 und ist damit im Ziel bester MINI.

Das hatte sich Sven Quandt, Teamchef der deutschen MINI Equipe sicher anders vorgestellt. Drei völlig überarbeitete Prototypen hatte er am Start, neben fünf Kundenfahrzeugen. Doch zwei seiner potentiellen Frontrunner, Mikko Hirvonen und Yazeed al Rajhi bleiben wegen, nennen wir es unvorhersehbarer Zwischenfälle, hinter den Erwartungen zurück. Yazeed, von Timo Gottschalk navigiert, bekommt die Höhenkrankheit und fällt aus. Hirvonen nach fulminantem Start bei seiner ersten Dakar im vergangenen Jahr (3.), verfährt sich zu heftig und muss auch noch einen Unfall mit einem LKW verarbeiten, was in auf Position dreizehn zurückwirft.

Viel Freude bereitet in diesem Jahr Stephan Schott, der Privatier im MINI Team. Er fährt sein bestes Dakar Ergebnis ein: 15. Platz. „Wenn die beiden schweren Etappen noch dazugekommen wären, hätte es sogar noch ein wenige besser aussehen könnten.“ wagt er im Ziel eine Prognose.

Insgesamt hat diese Dakar Freude gemacht, und dass, obwohl in Bolivien die wahrscheinlich regenreichsten Tage zu verzeichnen waren, die es je auf einer Dakar gegeben hat. Die Mechaniker mussten sprichwörtlich im Schlamm robben um zu arbeiten.

Der Wermutstropfen, der wenigen Wertungskilometer wurde durch den spannenden und bis zum Schluss offenen Zweikampf an der Spitze wett gemacht. Dennoch sollte in der Pause bis zum nächsten Januar diskutiert werden, denn das aktuelle Reglement bevorteilt die Buggy Bauweise nach Meinung vieler zu sehr. Besonders im Fokus steht dabei der Federweg. Der ist bei den Allradlern auf mikrige 25 cm begrenzt. Die Buggies haben mehr als doppelt soviel Weg zur Verfügung. Wer sich die Fernsehbilder genauer anschaut, sieht sehr genau, dass die Buggies jede Kurve cutten, also durchs Gestrüpp abkürzen können. Wenn das ein Allradler versucht, gibt es Bocksprünge und die Gefahr besteht, dass man sich gleich ein ganzes Rad abreißt. Fünf Zentimeter mehr und das Rennen um die Dakar 2018 wäre wieder sehr offen, der Kampf um die Spitze vielleicht wieder ein Zehnkampf. In Sinne der Fans wäre es allemal.

Auch bei den Trucks konnte ein Hersteller dominieren. Kamaz holt einen Doppelsieg mit seinen Routiniers Nikolaev und Madeev. Der Rookie im Team Sotnikov kann zwar die Dakar zwischenzeitlich sogar anführen wird am Ende aber nur Zweiter.

Einziger echter Verfolger in diesem Fall. Gerard de Rooy auf Iveco. Aber auch er hat am Schluss den Russen nichts mehr entgegen zu setzen. Für ihn sicher ein Nachteil, dass die beiden schweren Etappen abgesagt wurden. Das ist eigentlich sein Metier, da hat er im vergangenen Jahr zuschlagen können. Diese Chance hat in diesem Jahr sicher gefehlt. Das Geheimnis zum Sieg war aber auch die Konstanz und die hat der gesamten Konkurrenz in diesem Jahr gefehlt. Man musste seinen Kopf zusammenhalten, denn die dauernden Unterbrechungen, das miese Wetter, die späten Zielankünfte, das alles zehrte an den Nerven der Trucker und sorgte dafür, dass zwar je nach Marke einzelne Highlights gesetzt wurden, aber die abgeklärte Truppe um Nikolaev das dickere Ende für sich hatte.

Noch gibt es auch bei den Kamaz einen technischen Vorteil, mit dem es allerdings bald vorbei sein sollte. Die Konkurrenz fährt mit 13 Liter, Kamaz noch nach Übergangsreglement mit 16 Liter Motoren. Für den Fall, dass die Russen im nächsten Jahr ihren neuen Prototypen, einen Hauber auf Mercedes Benz Zetros Basis an den Start bringen, müssen jedoch auch sie sich im Hubraum beschränken.



Dakar Rallye 2017 11. Etappe

Dakar Rallye 2017 11. Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien 13. Januar
Loeb mit Plattfuss. Peterhansel auf dem Weg zum 13. Dakarsieg. Peugeot Triple weiterhin vorn. Drei Deutsche in den Top 15.

Die große Frage vor Beginn der vorletzten Etappe war heute: Würden die fünf Minuten Vorsprung von Altmeister Stephane Peterhansel auf seinen Markenkollegen bei Peugeot Sebastian Loeb reichen, um weiter vorne zu bleiben. Die Strecke an den letzten beiden Tagen Rallyestyle. Der Vorsprung knapp. Alles sprach dafür, dass Loeb das Blatt zu seinen Gunsten wenden könnte, um vor dem letzten Tag in Führung zu gehen.

Am Anfang sah es auch genau danach aus. Auf dem ersten Teilstück der Strecke war Loeb vorne und hatte zu dem Zeitpunkt knapp zwei der fünf Minuten Vorsprung abgearbeitet. Aber im zweiten Teil nach einer Neutralisationsphase, fuhr er sich einen Platten ein und damit war die Aufholjagd beendet. Im Ziel holte er zwar doch noch einen, mit 18 Sekunden äußerst knappen, Etappensieg, der Angriff auf die Spitze aber war verfehlt. Wenn man für einen schnellen Reifenwechsel drei-vier Minuten festhält, dann hätte der Wechsel auf Position eins heute durchaus gelingen können. Nun ist Loeb für den morgigen Tag klar in der Defensive.

Zum Abschluss gibt es am letzten Tag auf dem Weg nach Buenos Aires noch eine Kurzetappe mit 64 Kilometern. In der Theorie muss Peterhansel seine Führung also nur noch verwalten. In der Praxis muss er trotzdem auf der Hut sein, denn keiner der Führenden war bei dieser Dakar fehlerfrei und fünf Minuten bleiben unter diesen Voraussetzungen knapp.

Für viele andere werden es allerdings 64 Kilometer Shoot Out, Vollgas, Attacke, denn das Feld hinter den Peugeot liegt teilweise noch irrsinnig eng beieinander. Das gilt auch für zwei deutsche Beifahrer. Dirk von Zitzewitz im Toyota an der Seite von Giniel de Viliiers liegt zwar momentan in den Top 5, hat aber den heißen Atem des Argentiniers Terranova im Nacken. Dessen MINI wird von Andy Schulz navigiert. Das Duell der deutschen Top Beifahrer wird definitiv erst auf den letzten Metern entschieden. Zwei Minuten trennen die Kontrahenten.

Eine weitere deutschsprachige Beifahrerin macht auf ihrer ersten Dakar ebenfalls eine richtig gute Figur: Ilka Minor. Die Österreicherin in den Diensten von Martin Prokop, die normalerweise in der Rallye Weltmeisterschaft ansagt, liegt auf Gesamtrang 11. Nur sechseinhalb Minuten trennt das Duo von den Top 10 Rängen. Einmal auf dieser Rallye verpasste sie denkbar knapp einen sogenannten Waypoint, den das Beifahrer GPS registrieren muss und kassierte eine Strafstunde. Ohne diese Bestrafung lägen die beiden locker auf Position sieben. Das lässt für die Zukunft aufhorchen.

Stephan Schott, einer von zwei deutschen Fahrern bei der diesjährigen Dakar, liegt momentan auf Position 15. Wenn er das Morgen ins Ziel bringt, wäre das seine beste Platzierung, seit er 2009 erstmalig die Dakar bestritt.

Die Truck Kategorie war im Verhältnis zu den Vorjahren nicht ganz so spannend. Warum? Sie scheint 2017 fest in Kamaz Hand. Auch wenn es fünf verschiedene Gewinner auf den einzelnen Stages gab, so war Nikolaev mit drei Siegen am konstantesten. Und genau diese Konstanz bringt ihn vor der letzten Etappe in die beste Position. Er führt mit 17 Minuten das Klassement an. Eigentlich sollte da nichts mehr schiefgehen für die Russen, denn mit Sotnikov haben sie auf Position zwei noch ein heißes Eisen im Feuer. Heute, wie zu erwarten auch Frederico Villagra auf Iveco stark. Im Ziel trennen ihn nur 52 Sekunden von Nikolaev. Der Argentinier wohnt gleich um die Ecke. Ein eindeutiger Heimvorteil, den er allerdings nicht in seinen ersten Etappensieg 2017 umwandeln kann.

De Rooy wird heute fünfter und liegt im Gesamt immer noch an drei, nach dem Sieg im vergangenen Jahr, kann er aber nicht zufrieden sein.

Völlig im Dunkeln bleibt die Situation um Hans Stacey auf MAN. Er  weigerte sich gestern nach Unstimmigkeiten über seine Startposition an zu fahren, wurde am Ende des Tages aber als neunter gewertet. Ein Statement warum, wieso, weshalb die Situation so behandelt wurde, gibt es bis heute Abend nicht. Auflösung des Rätsels also vielleicht Morgen. In der Gesamtabrechnung liegt er an Position acht, als einziger MAN unter den Top 10. Er hatte wie Kollege Versluis mit Getriebeproblemen zu kämpfen und das, obwohl er auf Bewährtes setzte. Versluis trat erstmalig mit einem Automatikgetriebe an, hatte aber ebenfalls in der großen Höhe Boliviens mit der Neuentwicklung zu kämpfen.

Zu unkonstant auch die Leistungen der Renault und Tatra. Zwei respektive ein Etappensieg gehen an die jeweiligen Werksteams, in den Top 10 spielen aber beide keine wirkliche Rolle.

Auch für die Trucks bleiben Morgen nur die 64 Kilometer Reststrecke, bevor es zum Podium nach Buenos Aires geht.

 

Dakar Rallye 2017 10. Etappe

Dakar Rallye 2017 10. Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien | 12. Januar
Harte Etappe in Argentinien bei großer Hitze. Peterhansel und Hirvonen in Unfälle verwickelt. Zweikampf um die Führung spitzt sich zu. Bei den Trucks wirft Stacey hin.

Irgendwie war es ja klar, dass sich durch den Ausfall zweier langer, schwerer Offroad Etappen ein Vorteil für Peugeot auf der Dakar ergeben hatte. Ab heute sehen die Fans an den Strecken wieder eher echte Rallyeaktivitäten und da sind nicht nur die französischen Rennbuggies durch enormen Topspeed von über 200 km/h im Vorteil, sondern auch die Kombination Peugeot-Sebastian Loeb. Als ehemaligem Rallye Weltmeister liegen ihm diese WRC Strecken natürlich mehr, als die "freie Bewegung" im reinen Offroad Gelände. Auch Daniel Elena sein Beifahrer, sollte sich dort leichter tun. Aber falsch gedacht. Zwar gilt der Vorteil des hinterradangetriebenen Buggies gegenüber der Allradfraktion am aussichtsreichsten, vertreten durch Nani Roma auf Toyota und Miko Hirvonen auf MINI, aber Loeb muss sich heute zunächst noch einmal seinem Teamkollegen und Vorjahressieger Stephane Peterhansel geschlagen geben, hauptsächlich, weil sich der erste Teil der heutigen Stage als nur relativ langsam zu befahrende Trial Streck herausstellt.

Danach sah es allerdings im Ziel zunächst nicht aus. Peterhansel hatte acht Minuten Rückstand. Da er aber im Laufe des Abends einen Zeiterlass bekam, war er der Sieger der heutigen Etappe. Kurz vor Schluss der Rallye übernimmt er also wieder die Gesamtführung. Was war geschehen?

Der 12-malige Dakargewinner hatte einen Motorradfaher gerammt. Das hört sich zwar seltsam an, passiert aber leider hin und wieder einmal, speziell im tiefen Sand oder eben auf engen Pisten. Der Motorradfahrer, ein slowenischer Amateur hat nun eine bleibende Erinnerung an seine Dakarteilnahme, er bricht sich ein Bein. In solchen Fällen greift ein Sicherheitssystem, das den nächsten verfügbaren Helikopter mit Arzt an Bord so schnell wie möglich an den Unfallort bringt. Peterhansel bekommt seine, genauestens durch GPS bestimmte Standzeit während der Erstversorgung, am Ende zurückerstattet. Das soll dafür sorgen, dass helfende Hände nicht durch ihre Fürsorge benachteiligt werden, was insbesondere gilt, wenn man anhält um jemandem medizinisch zu helfen, von dem man glaubt, dass er Hilfe benötigt, also nicht nur bei einem Unfall in den man selbst verwickelt war.

Ungemach auch bei Nani Roma und Mikko Hirvonen den Peugeot Verfolgern aus dem Toyota und Mini Lager. Hirvonen war ebenfalls in eine Kollision verwickelt, allerdings mit einem Renn-LKW, er verliert drei Stunden. Der Spanier Roma weitere 30 Minuten auf die Spitze. Nutznießer aus deutschen Sicht sind de Villiers mit Dirk von Zitzewitz an seiner Seite. Auch die beiden Toyotapiloten bleiben nicht ohne Probleme, machen aber einen Sprung nach vorne im Gesamtklassement. Top 5 in Sicht!

Bei den Trucks gab es heute ebenfalls enormen Diskussionsbedarf. Die niederländische Fraktion ist nicht begeistert über das Ausscheiden von MAN Pilot Hans Stacey. Der Dakargewinner hat sich mit der Organisation angelegt und ist freiwillig aus dem Rennen ausgestiegen. Nach Getriebeproblemen zwei Tage zuvor hatte er um einen Joker gebeten. Konkret bedeutet das, dass man nicht seine Ankunftszeit der vorherigen Etappe entsprechend den nächsten Tag startet, sondern den Start seiner ungefähren Position im Feld entsprechend angeht. Das macht Sinn, wenn ein Spitzenfahrer durch Probleme eine späte Startzeit bekommt, denn das bedeutet, dass er im Staub die eigentlich langsameren vor ihm überholen muss. Kostet nochmal extra viel Zeit und ist auch nicht ungefährlich. Das Problem war nur, dass davon am eigentlichen Start niemand wusste und sie Stacey nicht in die Stage starten ließen. Der erzürnte Holländer warf daraufhin das Handtuch. An der Spitze setzen sich die Kamaz fest. Fast scheint es, als ob die Iveco Fraktion angeführt von Gerard de Rooy in diesem Jahr nichts entgegenzusetzen hat. Auch ihm fehlen die Kilometer im reinen Offroad Gelände, um im Gesamt besser dazustehen.

Zwei Etappen sind noch zu bewältigen, bevor der Dakartross am 14 Januar in Buenos Aires über die Zielrampe fährt.



Rallye Dakar 2017 neunte Etappe

Rallye Dakar 2017 neunte Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien

Nach der Absage der Etappe am 11. Januar, finden sich alle Teilnehmer sowie die Servicefahrzeuge zum sogenannten Regrouping im argentinischen Chilecito ein. Gestern war die Serviceroute/Verbindungsetappe durch einen Erdrutsch blockiert. Hier wird am Morgen des 12. die neunte Stage gestartet. Nachdem am Vortag einige Fragen zur Absage offen geblieben waren, stellen wir Renndirektor Etienne Lavigne, in einem Interview, zur Rede:

Warum wurde im Vorfeld keine alternative Route ausgearbeitet, beispielsweise mit mehr Schotteranteil? Es war ja klar, dass wir im Januar in Bolivien in die Regenzeit fahren.
E.L. : Das meteorologische Phänomen, das uns hier heimgesucht hat, betrifft ja eine viel größeres Areal, als die Orte, an denen die Rallye stattfindet. Insofern hätte uns eine andere Route auch nicht weitergeholfen. Das Wetter ist seit der ersten Dakar in Südamerika 2009 ein wichtiger Faktor. Außerdem darf man nicht vergessen, dass auch bei der alten Dakar in Afrika bereits Etappen wegen der Wetterlage abgesagt werden mussten.

Wie wurde diese Stage vorbereitet?
E.L. : Wie alle anderen auch, es ist eine Herkulesaufgabe, die uns fast ein ganzes Jahr beschäftigt. Wir fahren einen potentiellen Kurs mehrere Male ab und legen die Gesamtstrecke fest, wobei wir dann auch gleich entscheiden, wo die Zuschauerpunkte sein werden etc. Dabei sind die Wetterbedingungen natürlich die einzige Unsicherheit, die bleibt, da wir ja Monate vor der eigentlichen Rallye die Strecken befahren. In diesem Fall konnte niemand vorausahnen, dass ein Erdrutsch ein ganzes Dorf wegfegen und eine Straße blockieren würde. Die einzige Möglichkeit auf so etwas vorbereitet zu sein, wäre gewesen, für jeden einzelnen Kilometer eine Alternative bereit zu haben, was offensichtlich unmöglich ist.

Warum sind die Bivaks nicht besser gegen Wasser geschützt. Der Schlamm in Oruro war in diesem Jahr knietief.
E.L. : In Oruro sind 50mm/h Regen niedergegangen, das ist wirklich außergewöhnlich. Die ursprüngliche Planung war ein anderes Bivak, aber die bolivianische Regierung wollte aufgrund der zu der Zeit herrschenden Wasserknappheit lieber dieses Bivak für die Dakar. Wenn wir uns zurückerinnern an das Bivak in Salta 2015. Das hatte Gras und Asphalt und lag direkt bei der Stadt, aber aufgrund eines Gewittersturms lag es quasi in Trümmern. Busse steckten im Matsch fest und am Ende fiel die gesamte Elektrik aus, so dass alle ohne Licht im Cateringbereich ausharren mussten.

Warum wurde die neunte Etappe nicht einfach später gestartet oder verkürzt?
E.L. : Man benötigt zwischen sechs und sieben Stunden um Salta auf der alternativen Serviceroute, die wir nach dem Erdrutsch ausgegeben haben, zu erreichen. Dabei muss man daran denken, dass um neun Uhr morgens nur 85 (von 134) Motorradfahrer, 23 Autos und 24 Trucks das Bivak erreicht haben. Das gleiche gilt für die Servicefahrzeuge und dann kommt noch der Fakt hinzu, dass alle auf dem Weg in das Bivak nach der Marathonrallyeetappe waren. Wie hätten die Rennautos denn da vorbereitet werden sollen, noch dazu für die härteste Stage der Rallye?

Wie funktioniert das mit der Wettervorhersage?
E.L. : Wir haben natürlich ein genaues Auge auf das Wetter. In der Organisation haben wir einen  eigenen Mann dafür. Trotzdem kann sich das Wetter hier von einer Stunde zur anderen ändern, deshalb reagieren wir auch kurzfristig. Nach unserer Meinung muss ein verantwortungsvoller Veranstalter die Sicherheit als oberste Priorität setzen.

Sind jetzt eigentlich alle direkt nach Chilecito gefahren oder hat es einen Stopp in Salta gegeben?
E.L. : Obwohl ein Großteil der Logistik nach Salta gekommen ist, sitzen immer noch ca. 60 Leute des Veranstalters fest. Diese werden wir nun mit Helikoptern direkt nach Chilecito fliegen.



Rallye Dakar 2017 achte Etappe

Rallye Dakar 2017 achte Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien
Loeb holt dritten Etappensieg. Deutsche Beifahrer bestätigen ihre starken Leistungen. Morgige Stage wegen Erdrutsch auf der Verbindungsetappe nach Salte abgesagt.

Nach einer schönen Etappe ist die Verbindungsstrecke 160 Kilometer vor dem Zielort Salta gesperrt. Ein Erdrutsch ist abgegangen und hat den Ort Volcan unter sich begraben. Alle Fahrzeuge sind nun auf einer alternativen Route ins Bivak unterwegs und werden nicht vor Mitternacht erwartet. Da dies bedeutet, dass die nicht geländegängigen Autos, Camper und LKW nicht mehr rechtzeitig vor dem Start der morgigen Etappe vor Ort sein können, hat der Veranstalter beschlossen eine weitere Königsetappe der diesjährigen Dakar abzusagen.

Nach der achten Stage heute zeigt sich das gleiche Bild wie in den Vortagen. Die drei Peugeot geben den Ton an, dieses Mal hat im Zweikampf Loeb – Peterhansel, Sebastian Loeb die Nase vorn. Cyril Despres verliert weitere fünf Minuten auf die Teamkollegen, hält sich aber in den Top drei, da Nani Roma auf dem Werkstoyota mit 14 Minuten Rückstand nur auf Platz sieben einläuft. Hirvonen und de Villiers bestätigen ihre Leistungen vom Vortag, im Gesamtklassement ändert das aber zunächst einmal nichts.

Romain Dumas, der bereits Carlos Sainz verunfallten Peugeot Buggy ins Ziel gezogen hat, beweist einmal mehr, dass er den Dakar Spirit lebt. Als ein Konkurrent auf der Seite liegt und um Hilfe bittet, das geschieht mittels bereits am eigenen Auto befestigtem Abschleppseil und heftigem Winken mit demselben, fahren einige Teilnehmer vorbei, aber der Franzose im privat eingesetzten Vorjahres Peugeot hält an, zieht einmal kurz an, Seil wieder ab und weiter geht`s. Das kostet ihn keine Minute, aber immerhin liegt er in den Top 10, da zählt diese Minute am Ende vielleicht einiges. Hut ab!

Hinter Hirvonen im Mini ist Markenkollege Terranova, der als schwierig geltende Argentinier, als siebter gesamt bester Mini. Es scheint, dass sein deutscher Beifahrer Andy Schulz ihn in den Griff bekommen hat. Legendär die Geschichte, als Terranova's Beifahrer bei der Dakar 2012, nach einem Streit einfach ausgestiegen ist und nach Hause flog.

Bei den Trucks gab es auch heute wieder durchaus dramatische Szenen durch in Matschlöchern versunkene Renntrucks. Die Top drei liegen am Ende der Etappe innerhalb von 42 Sekunden. Zum zweiten Mal gewinnt mit Martin van den Brink ein Renault eine Stage, im Gesamt ist der Niederländer aber vollkommen abgeschlagen auf Position 38 zu finden. Ein Desaster erlebt auch Hans Stacey auf MAN der nunmehr als 13. im Klassement nur noch Wasserträger für Markenkollegen Peter Versluis mit seinem deutschen Beifahrer Artur Klein sein kann.

De Rooy hat zu kämpfen bleibt aber als dritter Gesamt den beiden Führenden Kamaz auf den Fersen.

Mathias Behringer einziger deutscher Renntruck Pilot hatte vor dem Marathontag einiges zu tun. Er riss sich den Lüfter an seinem Wasserkühler ab. Da der identische Schaden ihn vor ein paar Jahren zum Aufgeben gezwungen hatte, entschied sich die Crew dieses Mal gleich auch die Welle und alle anderen in Frage kommenden Teile zu wechseln. Als letzter Truck versank er dann, wie andere Teilnehmer in einem Großen Schlammloch, jedoch ohne Hilfe, da einfach keiner mehr da war. Heute wir der 38.

Das ist genau der Ansatz, der einem inzwischen bei der Dakar fehlt. Kämpfen bis in die Nacht. Alle! Auch die Servicecrews!

Rallye Dakar 2017 siebte Etappe

Rallye Dakar 2017 siebte Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Bolivien | Argentinien 9. Januar
Der Zweikampf zwischen Peterhansel und Loeb geht in die nächste Runde. De Villiers und Zitzewitz mit Podiumsplatz auf der heutigen Etappe. Bei den Trucks bleibt De Rooy weiter vorn.

Und weiter geht`s mit den kurzen Strecken. Nach der Absage der längsten Stage der Dakar am Samstag, bekommen die Teilnehmer heute zumindest die Hälfte der vorgesehenen Strecke unter die Räder.  161 Rennkilometer stehen auf dem Programm, für die Trucks werden es am Ende nach einer weiteren Verkürzung 141 sein.

Am Abend treffen sich dann alle verbliebenen Teams im Marathonrallyefahrerlager in Uyuni. Hier erwartet sie die Gesamtbevölkerung. Bolivianer lieben die Dakar, selbst in den entlegensten Ecken des Landes.

Bei den Autos kommt nach dem Rallyesprint sogar sowas wie Dramatik auf. Peterhansel gewinnt eine weitere Stage und nimmt Sebastian Loeb 48 Sekunden ab, im Gesamt ist er nun knapp zwei Minuten vorne. Dieser Zweikampf sorgt für Emotionen, denn Loeb will hier im zweiten Anlauf gewinnen, der Kerl ist kein Fahrer für zweite Plätze. Der Altmeister gibt sich aber erfrischend angriffslustig und verweist den Rallyeweltmeister im Laufe der Rallye zum zweiten Mal auf die Plätze. Ausgleich also bei der Anzahl der Etappensiege.

Superspannend auch die Performance des einzigen wirklichen Peugeot Verfolgers Nani Roma. Er nimmt Cyril Despres über drei Minuten ab und rutscht damit auch in der Gesamtwertung auf einen Podiumsplatz. Beide sind Ex- Motorradfahrer und Dakargewinner, wobei Despres zwar mehr Titel auf zwei Rädern erringen konnte, Roma ihm aber einen Dakar Sieg im Auto voraus hat. Endlich läuft es auch für Dirk von Zitzewitz an der Seite seines Fahrers de Villier. Dritter am heutigen Tag. Schöne Leistung der beiden.

Wer sich wundert, warum Timo Gottschalk noch immer Yazeed al Rajhi navigiert, obwohl die beiden doch eigentlich aufgegeben hatten, da der Araber nicht mit der Höhe zurecht kam: Mini hat gegen den Ausschluss Protest eingelegt. Der ist zwar chancenlos, aber man ermöglicht dem Duo so die Dakar weiterzufahren.

Bis auf die Verschiebungen an der Spitze bleibt aber der Grundtenor der Rallye erhalten. Peugeot gibt den Ton an, Mini wahrt mit Hirvonen auf P5 immer noch eine Chance auf's Podium und die Toyota bleiben die stärksten Verfolger. Wenn das so bleibt, können wir uns darauf freuen, dass die Franzosen weiterhin unter Druck bleiben und Peterhansel und Loeb bis zum Ende mit allen Mitteln um diesen Sieg kämpfen werden.

Die Trucks sind bei dieser Dakar ein wenig die Stiefkinder. Sie brechen zu ihren Etappen auf, wenn alle anderen weg sind und kommen meist so spät ins Bivak, dass alle Internetverbindungen bereits gekappt sind. Und das, obwohl sich de Rooy und Co größter Beliebtheit erfreuen, nicht nur in den Niederlanden, dem Land, das bei den „Großen“ die meisten Teilnehmer stellt.

Auch heute kann de Rooy, der Vorjahressieger, seine Führung verteidigen, aber sein Vorsprung schmilzt. Nur noch zwei Minuten vor dem besten Kamaz, bei dieser Dakar Dmitry Sotnikov. Die Kamaz Schmiede, kann auf einen riesigen Schatz von siegfähigen Piloten zurückgreifen und so reihen sich die Altmeister Nikolaev und Madeev auf Position drei und vier ein. Alle anderen, vor der Dakar als Mitfavoriten eingeschätzten Piloten, sei es Kolomy auf Tatra oder die MAN von Stacey und Versluis, können dem Spitzenquattro nur bedingt folgen. Von Highlights abgesehen geht nicht viel. Immerhin sind noch neun Trucks in einer Stunde. Die Überraschung bei dieser Rallye gelingt Teruhito Sugawara, Sohn des legendären Yoshimasa, der sich mit 35 Dakarteilnahmen einen Rekord mit dem Franzosen Etienne Smulevici teilt. Der Youngster platziert sich unter den Top 10, das bisher beste Ergebnis eines Hino bei der Dakar bis jetzt.

Rallye Dakar Restday 1

Rallye Dakar Restday 1

Dakar 2017 Paraguay | Argentinien | Bolivien 8. Januar Restday

Am Restday werden normalerweise die Wunden des Vortags geleckt, denn da steht traditionell die härteste Etappe der Dakar an. Da diese am gestrigen Tage aber abgesagt wurde gibt es im Bivak heute easy going. Die Mechaniker haben soviel Zeit wie nie und allgemein herrscht entspannte Stimmung.....bis zum nächsten Unwetter.

Auch La Paz bleibt nicht von heftigsten Regenschauern verschont und schon kommen Gerüchte auf, dass es auch die Stage am Montag, traditionell die zweithärteste, erwischen könnte. Wenn auch der Montag nur der Überführung dienen sollte, wird eines der schönsten Besonderheiten der Dakar entschärft. Der Marathon Tag. Diese Doppeletappe bedeutet, dass die Fahrer im kommenden Bivak in Uyuni auf sich alleine gestellt sind. Kein Service ist erlaubt, die Begleittrucks und Mechanikercrews fahren direkt nach Salta/Argentinien weiter. Wenn nun aber kein Rennen gefahren werden sollte, würde hier die Würze fehlen. Es macht einen guten Dakar Fahrer aus, dass er/sie ein bisschen Ahnung von Technik haben müssen, um eventuell auch mal das ein oder andere (mitgeführte) Ersatzteil einzubauen, je nachdem, was auf der Etappe passiert ist. Wollen wir also hoffen, dass Rennen gefahren wird, auch wenn der Blick aufs Wetter nichts Gutes verheißt.

Ausgerechnet jetzt regnet es also, nachdem Bolivien seit längerer Zeit sein Wasser in einer Art Shuttleservice mit Containern aus Argentinien holen muss. So groß war die Trockenheit der letzten Monate, dass alle Reserven verbraucht sind. Im Vorfeld der Dakar hat der Veranstalter genau aus diesem Grund dafür gesorgt, dass alles Wasser, was auf der Dakar verbraucht wird, ins Land importiert wird. Abends im Bivak gibt es sogar noch eine Presskonferenz zum Thema, bei der der Präsident Evo Morales dem Veranstalter danken wird, für die Schenkung von weiteren vier Containern, die 26.000 Liter transportieren können.

Rallye Dakar 2017 sechste Etappe

Rallye Dakar 2017 sechste Etappe

Rallye Dakar 2017 Paraguay | Argentinnien | Bolivien 7. Januar

Weltuntergang in Oruro/Bolivien, das Bivak versinkt nach heftigstem Dauerregen im Matsch. Keine wirkliche Erholung dort die Nacht zu verbringen, wartet doch am 7. Januar, einen Tag vor dem Restday in der bolivianischen Hauptstadt La Paz, der härteste Tag der Rallye auf die Piloten. Die längste Etappe der Dakar war auf 513 Kilometer angesetzt.

Am wenigsten betroffen scheint die Mini Crew. Die Fahrer liegen im Hotel und das Team baut seinen Stellplatz in weiser Voraussicht vor dem Bivak auf der asphaltierten Strasse auf.

Auch die Peugeot Fahrer werden beneidet, aber dieses Mal nicht um ihre schnellen Buggies, sondern um ihre Heizungen in den Wohnmobilen. Die Temperaturen stürzen im Vergleich zu Argentinien um schlappe 45 Grad ab.

Was man am späten Abend schon ahnen konnte, wird dann am frühen Morgen des Samstag Realität. Die Etappe, die bei den vergangenen Dakars schon oftmals die Vorentscheidung gebracht hat, wird abgesagt. Die Strecke ist durch die enormen Regenfälle unbefahrbar.

Die Nutznießer dürften die zweiradgetriebenen Buggies/Peugeot Piloten sein, denn immer wenn es so richtig schwer wird, sind die Allradler im Vorteil. Bisher konnten die Franzosen ihre klaren Vorteile beim Topspeed ausspielen, das wäre heute nicht der Fall gewesen. Ärgern wird's Nani Roma, den zur Zeit einzigen direkten Verfolger des Peugeot Trios und auch alle andern ehemaligen Favoriten, die in diesem schweren Geläuf ihre Patzer aus den vorherigen Etappen durchaus in einem Schlag hätten wiedergutmachen können.

Die Frage ist bei einer Absage natürlich auch immer, warum nicht ein bisschen mehr Dakar Spirit einfliessen kann. In vergangenen Zeiten, sogar noch bis zur ersten Südamerika Dakar 2009 war es völlig normal, dass 75 % der Teams nicht nur den eigentlichen Renntag, sondern auch noch den gesamten Restday benötigten, um die Strecke zu bewältigen. Und wir reden nicht von den Zeiten in Afrika, als keiner davor gewahrt war, auch mal zwei Tage völlig verloren zu gehen.

Wenn natürlich Flussüberquerungen und das Fahren in Wadis (ausgetrocknete Flussbetten) bei dieser Etappe anstanden, dann kann man eine Absage durchaus verstehen, aber gesehen hätte man es natürlich gerne, wer sich auch bei solchen Bedingungen durchkämpfen kann.

Rallye Dakar 2017 fünfte Etappe

Rallye Dakar 2017 fünfte Etappe

Dakar 2017 Paraguay | Argentinien | Bolivien | 6. Januar
Etappe wegen schwerer Regenfälle verkürzt. Peugeot mit einem weiteren Etappensieg. Hirvonen und de Villiers mit Problemen

Am fünften Tag der Dakar kann man auf jeden Fall schon einmal feststellen, dass das Wetter eine der größten Herausforderungen für die Teilnehmer ist.

Erst 48 Grad mit 100% Luftfeuchtigkeit in Argentinien, dann 4 Grad in den Bergen Boliviens mit wenig Sauerstoff auf 5.000 Metern Höhe und heute kommt noch ein neuer Wetterfaktor hinzu, ein Unwetter mit Starkregen.

Das führt dann auch zur Verkürzung der Strecke um fast die Hälfte. Die Wassermassen sind nicht zu beherrschen. Flüsse werden unüberquerbar und den lehmigen Boden zu bezwingen scheint für die Motorradfahrer unmöglich.

Nutznießer der Situation sind die Peugeot, die zum Zeitpunkt des Abbruchs ihre drei verbliebenen Piloten auf der ersten drei Plätzen verzeichnen. Speziell im zweiten Abschnitt hätte man den Allradlern im Nassen mehr Potential zugetraut. Ärgern werden sich darüber sicher am meisten Nani Roma im Toyota, der mit einer fehlerfreien Fahrt auf dem zweiten Rang landet und im Gesamtklassement mit Platz vier der stärkste Verfolger des Peugeot Trios ist. Aber auch Mikko Hirvonen, bester Pilot in der Mini Phalanx, der einen krassen Navigationsfehler aus dem ersten Part vielleicht teilweise hätte wiedergutmachen können.

Navigation ist in diesem Jahr wieder ein echtes Thema, zur Freude der Fans, denn dadurch bleibt es so oder so bis zum Schluss spannend. Schauen wir uns Hirvonen an. Einer der Top Favoriten auf den Sieg schmeißt mit einem Fehler über 40 Minuten weg. Das sind, mit Blick auf das Gesamtergebnis Welten und kosten ihn am Ende vielleicht den Sieg. Aber, das kann jedem der Spitzenteams passieren, das ist 2017 das Spannende an der Sache.

Waren es am Vortag noch acht Kandidaten, die zum engeren Favoritenkreis zählten, da sie innerhalb einer Stunde zum Spitzenreiter Depres agierten, wird es für zwei von ihnen nun noch harziger vom Sieg zu träumen. Hirvonen ist einer davon, aber auch für Dirk von Zitzewitz an der Seite von Giniel de Villiers wird es eng. Nach einem schwierigen Beginn bei der diesjährigen Dakar, ist auch der heutige Tag kein guter. Ihn kostet ein Fehler bei der Navigation 30 Minuten.

Im Gesamtklassement führt nun Stephane Peterhansel auf Peugeot vor seinen Markenkollegen Loeb und Despres. Roma im Toyota auf vier und Hirvonen auf fünf halten sich immerhin noch in Schagposition zu den Franzosen. De Villier liegt auf acht mit schon über einer Stunde Rückstand. Andy Schulz, der den Argentinier Terranova navigiert, hat sich still und heimlich auf Rang sieben vorgeschoben und Roman Dumas, der gestern den, wie sich herausstellen sollte nicht reparablen Buggy von Sainz ins Ziel geschleppt hat, komplettiert die Top 10.
Der deutsche Privatier Stephan Schott, wie immer auf einem Mini unterwegs liegt bereits auf P 17 und hat sein Ziel, erstmalig in die Top 10 zu fahren, fest im Auge.

Bei den Trucks findet man Gerard de Rooy im Gesamtklassement ganz vorne. Wie Peterhansel bei den Autos hält er sich eigentlich am Anfang immer ein wenig zurück, um dann vor und nach dem Restday zuzuschlagen. Aber entweder haben beide ihre Taktik geändert oder sie gehen davon aus, dass am Ende jede einzelne Minute zählt.

Er profitiert aber auch davon, dass ein paar seiner Konkurrenten bereits mit Problemen zu kämpfen haben. So hatte Martin Kolomy auf Buggyra einen Superstart in den ersten beiden Etappen, um dann in Stage vier mit Motorproblemen zu kämpfen, was ihn wichtige Zeit gekostet hat. Auch bei Renault wird bis spät in die Nacht geschraubt. Mit Martin van den Brink lag ihre interne Nummer 1 an Tag zwei vorne im Gesamtergebnis, inzwischen wird es ruhiger um ihn. Seinem Teamkollegen de Baar gelang schon im vergangenen Jahr das Kunststück, den ersten Renault Truck Sieg nach 14 Jahren bei der Dakar einzufahren.

Ganz vorne scheint sich ein Kampf de Rooy gegen eine Armada aus schnellen Kamaz abzuzeichnen. Die Kamaz Fahrer tragen im übrigen erstmalig den Mercedes Stern auf der Brust. Da die Marke in diesem Jahr nur noch von zwei Unimog und einem privaten Axor vertreten ist, ist das für die deutschen Fans sicher eine schöne Sache.

Rallye Dakar 2017 vierte Etappe

Rallye Dakar 2017 vierte Etappe

Rallye Dakar 2017  Paraguay | Argentinien | Bolivien | 5. Januar 

Drei Marken auf den ersten drei Plätzen. Depres erringt für Peugeot den nächsten Sieg. Zwei Favoriten verabschieden sich von ihren Titelchancen.

Was für ein Tag! Einige echte Dakar Krimis gibt es zu berichten. Nach dem vergangenen Jahr, bei der man schon glaubte, dass es keine wirklich schwierige Navigation mehr geben würde und die Rallye fast nur noch auf schnellen Pisten abgehalten wird, gab es heute einen richtigen Knallertag.

Man konnte es schon ahnen. Gab der Veranstalter doch vor der Etappe bekannt, dass es ein schwieriges Dünenfeld gleich zu Beginn geben würde. Falls sich das jemand ersparen wolle, gäbe es auch eine Abkürzung, was allerdings zu 12 Strafstunden führen würde. Naja, sicher gut gemeint, um die Amateure im Rennen zu halten, die sehr deutlich langsamer agieren als die Frontrunner, aber selbstverständlich heißt `Dakar Spirit` eigentlich sich durchzukämpfen, was fast alle Teilnehmer auch so sahen.

Seit diesem Jahr hat die ASO, der Veranstalter dazu noch die Navigation erschwert. Jeder Teilnehmer muss im Laufe der Stage verschiedene sogenannte Waypoints anfahren. Fehlen die im GPS, zieht das enorme Strafen bis hin zur Disqualifikation nach sich. Diese Waypoints zeigen sich auf dem GPS nun nur noch in einer Umgebung von 300 m. Das ist im Offroad Gelände herzlich wenig. Man kann also durchaus richtig suchen müssen.
Und genau das mussten heute einige. Auch die Favoriten blieben nicht von Navigationsirrtümern verschont. Selbst Stephane Peterhansel, dessen Stärke als ehemaligem Motorrad Dakar Sieger eigentlich das “Mitnavigieren“ ist, war am Anfang auf Abwegen unterwegs.

Giniel de Villiers, nach dem Ausscheiden von Nasser al Attiyah Mitfavorit bei Toyota, erwischte es noch bevor überhaupt die erste Düne auftauchte. Er fuhr sich im weichen Sand fest und in Ermangelung einer einsatzfähigen Pressluftflasche zum Auffüllen des im weichen Sand abgelassenen Luftdrucks, musste sich die südafrikanisch-deutsche Crew de Villiers-Zitzewitz den Rest der Stage mit 1,1 bar in den Reifen begnügen. Unter den Voraussetzungen ist ein 6. Platz heute als hervorragend zu werten.

Dramatisches spielte sich rund um den ehemaligen Dakarsieger Carlos Sainz ab. Er crashte seinen Peugeot vehement. Mit der Abschlepphilfe des privat eingesetzten Peugeot Buggies von Yannick Dalmas, erreichte der `Matador` das Bivak mit über zwei Stunden Verspätung. Das heißt, er wird auf den verbleibenden Tagen Wasserträger für die anderen drei Buggies leisten. Ob er das tut, oder sich spätestens in La Paz nach Hause verabschiedet...wir sind gespannt. Spektakuläre Unfälle mit anschließend schneller Abreise hat er ja schon einige auf der Dakar gezeigt.

Ein weiterer Favorit bietet den außergewöhnlichsten Ausfallgrund seit langem: Höhenkrankheit! Yazeed al Rajhi leidet seit gestern, als er sich mehrmals in seinem Auto übergeben musste. Heute dann gibt er auf, er kann einfach nicht mehr. Die Rallye wird noch einige Tage auf großer Höhe fahren und die 4.100 m während der heutigen Etappe waren für ihn endgültig zu viel. Das ist aus deutscher Sicht besonders schade, da er mit Timo Gottschalk als Beifahrer und auf einem der drei neuesten Mini aus der Schmiede von Sven Quandt absoluter Geheimfavorit war.

Am Ende liegen mit Depres (Peugeot), Hirvonen (Mini) und Roma (Toyota) drei verschiedene Marken auf den ersten drei Plätzen. Im Gesamtklassement hat allerdings weiterhin Peugeot mit drei Fahrern unter den ersten vier die besten Karten auf der Hand.

Auch aus anderen Kategorien gibt es Dramen zu berichten. Toby Price, der letztjährige Sieger bricht sich ein Bein und ist ebenfalls out of race.

Bei den Trucks gewinnt de Rooy vor einem Kamaz Trio. Der Kampf der letzten Jahre geht also in eine neue Runde. Auch da gibt es nicht wirklich erfreuliches von den Deutschen zu berichten. Artur Klein, Beifahrer bei Peter Versluis, einem der Top 5 auf MAN, kommt bei dieser Dakar noch nicht so richtig in Schwung und wird heute nur 12.,nachdem er sich unter einer Brücke das halbe Fahrerhaus zerstört hat.

Ein harziger Tag also für die Teilnehmer, ganz nach dem Geschmack der Dakar Fans! Auch die Bolivianer zeigen sich begeistert und feuern besonders ihre einheimischen Helden an. Evo Morales, der Präsident des Landes, gibt sich im Ziel in Tupiza auf einer wackeligen, kleinen Holztribüne ebenfalls die Ehre.

Rallye Dakar 2017 dritte Etappe

Rallye Dakar 2017 dritte Etappe

Dakar 2017 | Paraguay | Argentinien | Bolivien | 4. Januar

Nach Etappe 3 liegt ein Peugeot-Triple vorne. Toyota muss herbe Zeitverluste hinnehmen. Hirvonen holt für Mini die Kohlen aus dem Feuer.

Die alte Dakar-Regel, wer den Prolog gewinnt wird die Dakar nicht gewinnen, soll wohl weiter Bestand haben. Prologgewinner Nasser Al Attiyah, auf einem der Werks-Toyota, muss auf der heutigen Etappe einen herben Rückschlag hinnehmen und hat sich so frühzeitig aus dem Titelkampf verabschiedet. Ein harziger Crash kostet ihn über zwei Stunden, das ist bei der heutigen Leistungsdichte nicht mehr aufholbar.

Die Toyota-Truppe hatte generell einer ziemlich schlechten Tag, auch de Villier mit Dirk von Zitzewitz auf dem Beifahrersitz kommt nach Problemen mit der Benzinpumpe nur abgeschlagen als 18. ins Ziel. Um das Drama zu komplettieren, bleibt auch Erik van Loon noch stehen. Ob ohne Sprit oder mit ähnlichen Problemen wie Zitzewitz bleibt im Dunkeln.

Nachdem Al Attiyah, der zwischenzeitlich führte, nicht mehr mitkämpfen konnte, war der Weg frei für die Werks-Peugeot. Dreifachsieg durch Peterhansel, Sainz und Loeb. So früh war Stephan Peterhansel bei keinem seiner Dakarsiege vorne. Im Gesamtklassement liegt er nun auf Position drei hinter seinen Markenkollegen.

Der Viertplatzierte der vergangenen Dakar, Mini-Pilot Mikko Hirvonen, erobert diesen Platz schon heute und ist damit auch in Schlagdistanz zur Spitze.

Die Stage war absolut spannend. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr fing sie im Offroad Gelände an, was besonders für die Beifahrer eine Herausforderung war. Lange ist es her, dass es so viele Fehler in der Navigation bei den Topteams gab. Auch die Pistenstrecke danach war nicht ohne. Viel Staub machte das Fahren hinter einem anderen Teilnehmer zur Qual. In der Mitte der Etappe wurde eine Neutralisation eingebaut. Über 5.000 m ein Rennen zu fahren, schien den Organisatoren zu recht zu riskant.

Die morgige Stage nach Tupiza in Bolivien wird die Dakar für sechs Tage auf eine durchschnittliche Höhe von 3.600 m bringen. Die ersten Dünen kommen auch in Sicht.

Rallye Dakar 2017 zweite Etappe

Rallye Dakar 2017 zweite Etappe

Dakar 2017 | Paraguay | Argentinien | Bolivien | 3. Januar

Sebastian Loeb holt in einer Hitzeschlacht den ersten Sieg für Peugeot. Al Attiyah stabilisiert sich auf Position zwei. Bester Deutscher auf Platz vier ist Dirk von Zitzewitz an der Seite von Giniel de Villier. Mini holt die Plätze fünf und sechs.

Die Hitze macht (nicht nur) den Teilnehmern zu schaffen. 48 Grad und eine für europäische Verhältnisse unbeschreibliche Luftfeuchtigkeit lassen Mensch und Material sprichwörtlich wegschmelzen.

Gestern gab es die ersten Fälle von Hitzschlag zu verzeichnen. Hauptsächlich die Mechaniker tun sich schwer in der sengenden Sonne. Überall wird geschwitzt. Der angenehmste Ort ist in den letzten beiden Tagen sicherlich ein Rennauto mit Klimaanlage. Aber auch dort gibt es Probleme. Überhitzung war heute an vielen Prototypen und Trucks ein großes Thema. So richtig heiß wurde gestern noch Etappensieger Al Attiyah. Sein Toyota fing auf der Verbindungsetappe ins Bivak Feuer. Sein Einsatzgerät konnte zwar vom Service bereits auf der Straße Richtung Argentinien wieder flott gemacht werden, aber so ein früher Schaden ist erfahrungsgemäß auf einem Langstreckenrennen niemals gut. Ein kleines unsicheres Gefühl bleibt also bei den Japanern auch wenn alle Teile, die in Mitleidenschaft gezogen wurden, getauscht sind. Bei einem Rennauto kann immer alles passieren.

Mit dem Ergebnis der heutigen Etappe konnte Al Attiyah aber sehr zufrieden sein, war er doch der Einzige, der dem Favoriten Sebastian Loeb im Peugeot Buggy Paroli bieten konnte. Auf der 275 Kilometer langen Etappe verlor er gerade einmal 1 min 23 sek auf den Franzosen. Loeb führt nun mit nur 28 Sekunden im Gesamtklassement. Wie immer zurückhaltend zu Beginn der Rallye, agiert der amtierende Dakarsieger Stephane Peterhansel und liegt mit dieser Fahrweise auf dem siebten Rang.

Wie unwichtig der Prolog gestern insgesamt war, zeigt die Tatsache, dass die Top 10 der Gesamtwertung den ersten 10 des heutigen Tages entsprechen, wobei sich Peugeot und Toyota die ersten vier Plätze teilen. Nani Roma im ersten Mini liegt auf Platz fünf. Sven Quandt, Teamchef der Minitruppe ist trotzdem zufrieden, “Dass uns die Hochgeschwindigkeitspassagen nicht so liegen, war uns vor der Rallye schon klar. Nur geradeaus, mit einfacher Navigation, das war auch im vergangenen Jahr eher was für Peugeot. Aber Sand in der Höhe, das können wir richtig gut, deshalb müssen wir nur aufpassen, dass wir nicht mehr als 15 Minuten in den ersten Tagen verlieren, dann ist alles im Lot.“

Eine ähnliche Taktik also wie bei Peterhansel, dem letztjährigen Sieger. Auch er hält sich bekanntermaßen bei den Highspeed Strecken zurück. Da die heutige Stage dazu sehr staubig war und mit rutschigen Wasserlöchern aufgewartet hat, kann man damit mögliche Fehler vermeiden, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen.

Bei den Trucks liegt das Feld fast noch enger zusammen, als in den Vorjahren. Bis auf Ausreißer van den Brink, der Renault im Vorjahr den ersten Etappensieg seit Jahren bescherte und satte drei Minuten vorne liegt, ist das Feld nur von Sekunden getrennt. Mit Renault, Kamaz, Tatra, Iveco und MAN liegen fünf Marken auf der ersten fünf Plätzen.

Was die Anzahl der Wertungskilometer angeht, steigert sich die Dakar nun täglich bis zum Restday im bolivianischen La Paz. Morgen stehen 364 Kilometer auf dem Programm.

Rallye Dakar 2017 erste Etappe

Rallye Dakar 2017 erste Etappe

Dakar 2017 | Paraguay | Argentinien | Bolivien | 2. Januar

Heiß ging es los, bei der 2017 Ausgabe der Rallye Dakar. Zwar wurde nur ein kurzer Prolog zur Ermittlung der Startreihenfolge am morgigen Dienstag gefahren, aber über 40 Grad im Schatten sorgten schon vor dem eigentlichen Rennstart für Schwitzanfälle.

Da die Werksteams fast alle auf Klimaanlage setzen, waren die Werkspiloten bereits lange vor der Startampel im Rennauto zu finden.  Den kühlsten Kopf bewahrte dann auf den ersten 39 Rennkilometern ausgerechnet derjenige der Werksfahrer, der auf den Luxus der Kaltluft im Auto verzichtet: Nasser Al Attiyah. Man mag annehmen, dass der Katari durch das Leben in seinem Heimatland abgehärtet ist.

Aus mehreren Gründen ist dieser erste Etappengewinner bei der 2017er Ausgabe bemerkenswert.
Erstens hat der Rallyeprofi damit mit drei verschiedenen Marken, Mini, VW und Toyota Etappen bei
der Dakar gewinnen können und mit den beiden Erstgenannten darüber hinaus auch jeweils den Dakargesamtsieg heimgefahren. Zweitens bringt ihm dieser Gewinn der ersten Etappe aus psychologischer Sicht einen leichten Vorteil gegenüber den direkten ebenfalls sehr stark einzuschätzenden Teamkollegen. Seit er Anfang 2016 auf die japanische Marke wechselte, hat er alle Rennen gewonnen, bei denen er am Start stand. Das gibt Toyota dem oftmaligen Fast-Sieger also sicher Hoffnung auf mehr. Auch Nassers Teamkollege de Villiers, der mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz in den letzten Jahren mit mehreren Podiumsplatzierungen für Toyota regelmäßig die Kohlen aus dem Feuer holte, wird durch diese interne Konkurrenz sicher noch ein wenig mehr aus sich herausholen können. Beide gelten als große Teamplayer und zeigen mit Platz eins und fünf am heutigen Tag, was die Zielrichtung für diese Dakar ist. Nani Roma komplettiert den Toyota-Erfolg mit Platz drei. Toyota profitiert allerdings auch von der in diesem Winter angepassten Balance of Performance, die dem Benziner einen 1mm größeren Airrestriktor zugesteht. Insgesamt sollte das für ca. 40 mehr PS gegenüber dem Vorjahr sorgen.

Auch Favorit Peugeot kann heute gut schlafen. Im Prolog ist es der `Matador` Carlos Sainz, der mit Platz vier für die Franzosen einen guten Startplatz für Morgen herausfährt. Sebastian Loeb, dem man in diesem Jahr den Gesamtsieg zutraut, folgt auf Position sechs.

Der beste Mini, Geheimfavorit Al Rahji, der mit Timo Gottschalk ebenfalls auf einen deutschen Beifahrer vertraut, liegt auf Rang sieben allerdings bereits über eine Minute zurück, was deutlich zeigt, wie Al Attiyah hier aufgegeigt hat.

„Man kann in diesem Prolog wenig gewinnen aber viel verlieren“, gibt Dakar-Neuling Thomas Englert zu Protokoll. Das Ziel unter den ersten 50 zu landen erzielt die rein deutsche Equipe auf den Punkt. Stephan Schott, der Privatier im Mini-Team kommt als 31. ins Ziel.

Morgen geht es dann richtig los. Mit 275 Kilometern wird es zwar eine nicht allzu lange Stage, aber dann werden wir sehen, ob wir heute nur das ein oder andere Strohfeuer gesehen haben, oder der Prolog tatsächlich schon ein Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf der Rallye war.

Zwölfte Etappe

14. Januar 2017

 

Elfte Etappe

13. Januar 2017

 

Zehnte Etappe

12. Januar 2017

 

Neunte Etappe

11. Januar 2017

 

Achte Etappe

10. Januar 2017

 

Siebte Etappe

09. Januar 2017

 

Restday 1

08. Januar 2017

 

Sechste Etappe

07. Januar 2017

 

Fünfte Etappe

06. Januar 2017

 

Vierte Etappe

05. Januar 2017

 

Dritte Etappe

04. Januar 2017

 

Zweite Etappe

03. Januar 2017

 

Vorbericht

02. Januar 2017

 

Vorbericht

01. Januar 2017